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BASICS erklärt
Der goldene Schnitt

Die Blende deines Objektives

Die Bildgestaltung orientiert am Goldenen Schnitt. Man sieht wie sich dir linke Seite am Schnitt orientiert und sich oben vollendet.

Der Eine oder Andere hat sicher schon einmal davon gehört. Viele denken an den Goldenen Schnitt als hochkomplexes Konstrukt und mathematische Formeln bis zum Abwinken. Ich könnte euch nun mit hochkomplexem Zahlen und Formelmist quälen aber das juckt mich nicht weil es wichtiger ist ihn anwenden zu können und nicht um 4 Uhr früh die Formeln im Schlaf aufzusagen. So ist es mir ergangen und das möchte ich euch gerne ersparen.

Wo kommt der Goldene Schnitt her?

Ursprünglich stammt das Konzept selbst aus der Antike und bekam so im Laufe des 19. Jahrhunderts seine Bezeichnung. WEnn ich mich noch recht entsinne Stammt das erste Konzept von Euklid aber war schon vorher bekannt, er hatte sich eben damit näher beschäftigt und es niedergeschrieben.

Spannend ist, dass der goldene Schnitt in der Natur und im Sein der Dinge seine Anwendung findet. Die Natur bildet strukturen anhand dieses Rythmuses. Aus diesem Grund zieht uns vermutlich dieser auch so sehr in den Bann und trägt zu einer ausgewogenen Bildgestaltung bei. Im Universum bei schwarzen Löchern sowie bei Pradoxen der Sonne, Umlaufbahnresonanzen und Kristallstrukturen kann man ihn ebenfalls finden.

Die Seitenverhältnisse unserer Papier und Bildformate basieren ebenfalls auf der Anwendung des Goldenen Schnittes wie beispielsweise 4:3 oder sogar 16:9.

Wir sind eben von ihm in jeglicher Form und Ausprägung umgeben.

Was besagt der Goldenen Schnitt?

Im Grunde geht es um das Teilungsverhältnis von Strecken, Linien, etc. Der größere Wert befindet sich immer in identem Verhältnis zu seinem kleineren Teil.

Klingt jetzt erstnal nach so einem "What the fuck?" Moment und keine Sorge, mir ging es erstmal auch nicht anders. Man muss kein mathematisches Genie sein um ihn zu verwenden. Ich erkläre es mal so. Stellt euch vor ihr habt einen 2m langen Stock. Dieser soll geteilt werden in A und B und zwar so das Teil A, Teil B und der 1m in folgendem Verhältnis steht:

a / b = (a + b) / a

So bekommst du ein Stück B das exakt im richtigen Verhältnis zu A und zu dem einen Meter steht. Das finden wir Menschen als besonders harmonisch.

Was bringt mir das Ganze in der Fotografie?

Das wichtigste ist, er hilft dir ein harmonisches Bild zu erschaffen. Es wirkt auf uns aus psychologischer Sicht einfach spannend. Dein Bild wird somit dezentral komponiert und mittels Asymetrie bekommst du eine bessere Bildwirkung hin.

Wie mache ich das mit meiner Kamera?

Du kannst dir in so ziemlich jeder Kamera einen Raster einblenden lassen. Anhand dieses Rasters kannst du dein Bild komponieren. Später kannst du auch Anpassungen in Photoshop oder Lightroom machen wenn du dir die Rasterlinien einblendest und dein Bild beschneidest. (Btw. der Bildanschnitt ist eine der wichtigsten Gestaltungshilfsmittel die wir als Fotografen zur Verfügung haben. Dies erkläre ich euch in einem weiteren BASIC Beitrag). Ihr könnt euch sogar die Spirale einblenden. Sie wird übrigens Nautilus genannt und entspringt der Muschel des Urzeittiers. Sie ist der Inbegriff von Perfektion.

Wie wende ich den Goldenen Schnitt an?

Eigentlich ganz einfach. du drittelst dir dein Bild im Kopf horizontal und vertikal (oder blendest dir den dementsprechenden Raster ein) und richtest dein Bild an den Schnittpunkten aus. So befindest du dich immer in etwa in dem Bereich des goldenen Schnittes.

Du kannst beispielsweise versuchen dich an der gesamten Strecke der Nautilus zu orientieren und bekommst als Sahnehäubchen noch eine fette harmonische Linienführung wie es normal nur die Natur kann hin.

Was muss ich sonst noch wissen?

Es gibt neben dem Goldenen Schnitt noch andere Regeln der Bildgestaltung die wichtig sind zu wissen um sie anzuwenden oder sie zu brechen. Da gibt es noch Dinge wie die Drittelregel oder das goldene Dreieck. Diese erkläre ich dir ein anderes Mal wenn du möchtest. Wichtig ist, dass du nun weißt wie du den Goldenen Schnitt in deine Bilder einbauen kannst.

Das ist so ziemlich alles was du bedenken musst. Im Endeffekt lange Rede, kurzer Sinn. Eigentlich ganz einfach oder?

Cheatsheet

  • Die Grundlagen des Goldenen Schnittes sind schon seit der Antike bekannt
  • Der Goldene Schnitt kommt überall um uns herum vor
  • Wir empfinden ihn als besonders ästhetisch
  • Der Goldene Schnitt ist auf den ersten Blick nicht symetrisch
  • Du kannst dir den Goldenen Schnitt in vielen Kameras einblenden
  • Du kannst dir dein Bild im Gedanken horizontal und vertikal dritteln und dein Bild an den Schnittpunkten ausrichten

Weitere Links:

Damit du einen Überblick hast was bisher so in den Basics enthalten ist findest du hier die Links die ich für dich als aufgeteilte Infos zur Verfügung stelle. Dau kannst gerne durchschmökern und ich hoffe du findest ein paar nützliche Dinge für deine Fotografie.

Mein Ziel ist es EUCH zu ermöglichen, dass ihr die Bilder erstellen könnt wie ihr euch diese wünscht, Darum ist es mir wichtig euch wichtige Bereiche so einfach und logisch wie möglich zu präsentieren. Fotografie ist einer der schönsten, erfüllendsten und spannendesten Bereiche die ich mir Vorstellen kann und wenn ihr das auch so empfindet freue ich mich darüber wenn euch die Eine oder Andere Information weiter hilft.

In diesem Sinne
CHEERS, euer

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